Was ist Schmerztherapie?
Akute Schmerzen sind einmalige Schmerzen, zeitlich begrenzt und oft die Folge einer Verletzung oder Gewebeschädigung. Sie haben in der Regel eine erkennbare Ursache, sind lokal begrenzt und klingen bei Ausheilung wieder ab.
Im Gegensatz dazu haben chronische Schmerzen ihre Warnfunktion verloren – der Schmerz an sich ist zur Krankheit geworden und verbleibt. Von chronischem Schmerzen spricht man, wenn die Beschwerden länger als 3-6 Monate anhalten, zu körperlichen Einschränkungen führen, die Lebensqualität massiv einschränken und das Befinden, die Stimmung und das Denken beeinträchtigen.
Die Haltungs- und Bewegungsorgane zählen zu den Systemen unseres Körpers, die mit am häufigsten von chronischen Schmerzen betroffen sind. Wie akuter Schmerz, kann auch chronischer Schmerz auf eine Erkrankung oder Entzündung zurückzuführen sein. Meistens handelt es sich bei chronischen Schmerzen jedoch um ein weit komplexeres Geschehen. Zum Beispiel wissen wir aus Studien, dass die meisten Rückenschmerzen zu den unspezifischen Rückenschmerzen gehören und mit bedingt sind durch schlechte und monotone Haltung, ungewohnte Belastung, zu wenig oder zu viel Bewegung, Anspannung bei Stress, Ängste und psychische Belastung. Auch diese Faktoren tragen zur Chronifizierung von Schmerzen bei. Chronische Schmerzen haben meist mehrere Auslöser: körperliche und seelische Ursachen stehen immer in einer Wechselbeziehung.
Wir behandeln Patientinnen und Patienten mit folgenden Erkrankungen:
- Spinalkanalstenose
- Chronische Rückenschmerzen der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule
- Gelenksarthrose
- Schulter Arm Schmerzen
- Posttraumatische Schmerzen (nach Unfällen)
- Fibromyalgie-Syndrom
- Patienten nach Schlaganfall
- Patienten nach Amputationen
- Chronisch regionales Schmerzsyndrom (CRPS, M. Sudeck)
- Neuropathische (= Nerven-) Schmerzen bei Nervenerkrankungen oder nach Nervenläsionen
- Neuralgien (Post Zoster Neuralgie, Morton-Neurinom)
- multilokuläre Schmerzen der Muskulatur
- Sehnenentzündungen (Epicondylitis, Plantarfasziitis, Tensor fasciae latae Syndrom)
- Spannungskopfschmerzen
- Craniomandibuläre Dysfunktion (Kieferschmerzen) mit Bruxismus (Zähneknirschen)
- ausgewählte und vorab neurologisch diagnostizierte Fälle von: chronische Migräne, Gesichtsschmerzen, Trigeminusneuralgie und Polyneuropathie
- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
Therapieformen:
- Medikamentöse Therapie
- Neuraltherapie
- PIT – Perineurale Injektionstherapie
- Dry-Needeling
- Botulinumtoxin-Therapie
- Stoßwellentherapie
- Akupunktur
- Spinale Dekompression
- PRT
- Hyaluronsäure-Injektionen
- Spinale Dekompression
Die wichtigste Grundlage für unsere gemeinsame Arbeit ist jedoch ein gelingendes Selbstmanagement in der Schmerztherapie. Ziel der Behandlung ist das Wiedererlangen von Handlungsfähigkeit und Wohlergehen. Dies wird Selbstwirksamkeit genannt. Patienten und Patientinnen dürfen lernen – trotz der chronischen Schmerzen – gelingend ihr Leben wieder aktiv zu gestalten.
Dabei helfen wir Ihnen mit der Besprechung und Gestaltung eines individuellen Therapiekonzeptes im Rahmen unserer ambulanten Schmerztherapie.
Bitte bringen Sie zu ihrem Schmerztherapie Erstgespräch folgende Unterlagen bereits in Kopie für uns mit:
- einen schriftlichen, aktuellen Medikamentenplan (nicht älter als 4 Wochen)
- eine Diagnosenliste vom Hausarzt
- aktuelle Befunde des Neurologen, Rheumatologen, Psychiaters, andere Ärzte, bei denen Sie regelmäßig in Behandlung sind
- den ausgefüllten Schmerzfragebogen (zum Download auf unserer Homepage Seite Baden-Baden)
- den ausgefüllten Screeningbogen psychiatrische Diagnosen (zum Download auf unserer Homepage Seite Baden-Baden)
Wir weisen darauf hin, dass ohne das Vorliegen der entsprechenden Unterlagen, eine Anmeldung für ein Erstgespräch zur Schmerztherapie nicht möglich ist und dass die Einleitung einer Schmerztherapie nicht sinnvoll zu gestalten ist.